
Im Halbfinale des Kreispokals gegen die E-Junioren des SV Reichensachsen durchgesetzt – Der Traum vom „Finale dahoam“ wird Realität
Am Montagabend des 20. Aprils bestritt unsere E-Jungendmannschaft ein weiteres Highlightspiel. Nach dem Erfolg im Pokalviertelfinale gegen die SV 07 Eschwege wartet nun der SV Reichensachsen auf unsere Junioren. Auf dem Kunstrasen sollte die Partie um 18:00 Uhr durch Referee Jakob Meyfarth geleitet werden.
Unsere Halbfinalgegner besiegten im Laufe des Pokalwettbewerbes folgende Teams:
In der 1. Pokalrunde schossen sie in Kammerbach die heimische JSG Kammerbach/Berkatal durch ein 3:4 aus dem Wettbewerb. Im Achtelfinale gewann man deutlich mit 7:0 gegen den FC Großalmerode. Gegen den FC Großalmerode II schaffte es die Schreiber-Truppe im Viertelfinale mit einem 4:5 Pokalauswärtssieg ins Halbfinale.
Wir griffen erst im Achtelfinale ins Pokalgeschehen ein und setzten uns Mitte September 2025 gegen den TSV Netra mit 9:0 durch. Im Viertelfinale konnten wir mit einem 6:7 Auswärtserfolg unsere Pokalträume aufrechterhalten.
Und so kam es also zum Showdown mit den Grün-Weißen, die mit folgender Startaufstellung agierten: Henrik (TW, 1), Julius (2), Neo (3), Julian (5), Jonah (😎, Barsani (9) und Youssef (C, 11). Die Trainer Julian Rost und Martin Schreiber ließen Pepe Luis (4), Louis (6) und Maksymilian (7) auf der Rotationsbank Platz nehmen.
Wir konnten einmal mehr auf unseren kompletten Mannschaftskader zurückgreifen: Jonas N (TW, 1), Lennox (C, 6), Jonas D (😎, Laurenz (9), Jakob (10), Emilyo (13) und Noah Elias (23) nahmen die gewohnten Spielfeldpositionen ein. Die fünfköpfige Wechselbank bestand aus Hannes (7), Kilian (11), Joss (19), Ronja (32) und Linus (67).
Nach einer intensiven Erwärmungsphase mit Trainer Flo und Torwarttrainer Stefan nutzte Coach Matze die Gelegenheit bei den Dehnübungen noch einmal die wichtigsten „Eckpunkte“ des Halbfinalspiels zusammenzufassen. „Heute haben wir hier die Möglichkeit unsere Pokalgeschichte in unserem E-Jugend-Band fortzuführen und die nächste Seite mit unserer Story zu füllen. Glaubt mir, es wird eine Erfolgsgeschichte! Ich glaube fest an euch und euer Können. Wenn ihr euren „Guten Fußball“ spielt, ist hier und jetzt ein Weiterkommen absolut drin!“
Das Spiel war noch keine Minute alt als der Traum vom Finale „dahoam“ zu platzen drohte. Wir waren noch nicht richtig da. Zu zögerlich und beeindruckt, ließen wir den SVR im Mittelfeld agieren. Der dribbelstarke Barsani – mit der Rückennummer 9 – nutzte die Passivität der JSG-Verteidigung. Barsani nahm den Kopf hoch und schloss mustergültig in unser linkes Toreck mit einem flachen Strahl ab. Na das ging ja gut los für unsere Kleeblätter und Brombeer-Jungs. Kein guter Einstieg in ein Halbfinalspiel. Positiv hingegen: es waren noch 49 Spielminuten zu absolvieren. Also entsprechend noch alles drin für uns. Wir berappelten uns und fassten besser Fuß im Zentrum. Unsere Mittelfeld- und Angriffslinie wagte nun eigene Abschlussversuche. In der Spielminute 3 dann Aufruhr. Was war passiert? Noah Elias wurde vom Mitspieler in der Box angespielt und strafstoßwürdig durch seinen Kontrahenten zu Fall gebracht. Die gut 25 Zuschauer auf der JSG-Seite wurden nun Zeugen einer Schlüsselszene. Unser Laurenz nahm sich selbstbewusst den Ball an die Seite, atmete durch, nahm Blickkontakt zum SVR-Goalie Henrik auf, wartete den Pfiff von Schiedsrichter Meyfarth ab, lief an und versenkte wuchtig zum Ausgleichstreffer. Freude pur beim Schützen, innerhalb der Mannschaft auf dem Platz, bei den Rotationsspielern am Spielfeldrand, in der Trainercrew und selbstverständlich im eigenen Fanblock.
Dieser Treffer war so wichtig für uns, da er nur kurze Zeit nach dem Rückstand fiel. Wir waren also am Drücker. Die Ballaktionen waren von mehr Selbstvertrauen und Präzision geprägt. Der Ball rollte flott auf dem Kunstrasenplatz. Jakob, der als Ballmagnet im Mittelfeld schaltete und waltete, sollte der Kicker des nächsten Höhepunktes werden. Mit seinem feinen rechten Fuß spielte er einen Tiefenball auf den lauernden Jonas D, der den perfekten Laufweg zum Henrik-Tor nahm. Die Rotationsbank nahm die Situation genauso vielversprechend wahr wie die Fans hinter dem Tor. „Den macht er!“ hörte man im Hintergrund. Und ja, er blieb cool und treffsicher. Joni schoss den Ball zwischen Henrik`s Beinen hindurch zum laut umjubelten 1:2 Führungstreffer. Grandioser Spielaufbau, geniales Zuspiel und edle Verwertung (12`).
Mit verbessertem Zugriff im Mittelfeld waren wir nicht unverdient in Führung gegangen. Es folgten zwei JSG-Wechsel: Ronja kam für Jonas D und Hannes für Jakob – beides Positionswechsel (16`). Die Hausherren nahmen den Ball jetzt wieder für sich in Anspruch. Der nächste Angriff auf unseren Kasten folgte und brachte den Ausgleich. Jonah Künstler, einst selbst JSG-Kicker bei uns, war flink unterwegs und schloss auf unser Tor ab. Unser Keeper bekam die Hände in erster Instanz noch dran, doch von ihm prallte der Ball an den mit verteidigenden Laurenz und von dort über die Torlinie. Ärgerlich für unsere Mannschaft, weil das Tor unglücklich zustande kam. Mit dem gerechten 2:2 ging es in die Pause.
„Hier ist noch alles drin. Ein Unentschieden zur Pause und noch 25 Minuten zu spielen. Cool bleiben und beherzt dagegenhalten. Ein weiteres Erfolgsrezept kann sein: Zielstrebig nach vorne spielen und die Abschlüsse suchen. Wir schreiben noch 25 Minuten an unserer Erfolgsstory. Unser Bestseller muss auf der vorletzten Seite noch nicht enden! Ihr schafft das – glaubt an euch!“
Die zweite Halbzeit begann mit Schwung vom Gegner und Nadelstichen unsererseits. Die mitgereisten Fans, darunter auch der Seniorentrainer des VFL Wanfried (Marco Althans) und 2 bis 3 aktive VFL-Akteure, sahen eine JSG, die Willen zeigte und Glauben an den Tag legte, den Einzug ins Finale „dahoam“ zu erspielen und zu erkämpften. Selbst die E-Jugendtrainer des SC Niederhone (Marcel Simon) und der JSG Sontratal (Sebastian Horber) verfolgten mit Spannung dieses Match. Spannend blieb es weiterhin in einer ausgeglichenen Partie auf Augenhöhe. In der 31. Spielminute wechselten wir Personal und System: Wir brachten Joss als Zielspieler mit dem Rücken zum Tor. Weichen durfte Hannes. Im 1-3-2-1 versuchten wir die SVR-Abwehr mit Zuspielen in unserer benötigten Tiefe zu binden. Es dauerte vier Spielminuten bis der Wechsel Früchte trug. Ein Ball auf Joss und das Überraschungsmoment war mit seiner Aktion gelungen. Er legte den springenden Ball per Kopfballvorlage auf links ab. Emilyo verarbeitete die Ballablage beziehungsweise das Zuspiel schnell, ließ Gegner Julian stehen und zog mit links trocken ab. Der Ball nahm Kurs „Einschlag im Tor“ – auch die gut anzuschauende Flugeinlage von Keeper Henrik vermochte am 2:3 Führungstreffer nichts mehr ändern. Die 35. Spielminute bedeutete einmal mehr mega Freude im Lager der Vereinigten aus FSA und Wanfried. Die Rotationsbank feierte, das Team ebenfalls, die Fans jubelten und die Trainercrew war happy. Joss und Emilyo waren die Hauptakteure dieser Szene, die sicherlich eine von zweier starken und in Erinnerung bleibenden Schlüsselszenen dieses Halbfinals sein sollte. Eine Viertelstunde waren wir nun vom Finaleinzug entfernt. Problem: wir hatten einen stark auftrumpfenden Gegner als Halbfinalist gegen uns, der seine schnellen Außenspieler und die Angriffsreihe zu bespielen wusste. Eine latente Gefahr für das Jonas-Tor bestand fortwährend. Es war an der Zeit frische Kräfte zu bringen. Kilian (41`) und Linus (44`) kamen genauso zum Einsatz. Kilian sollte unsere linke Mittelfeldseite dicht machen und Linus als Stürmer zwischen den SVR-Abwehrjungs pendeln und deren Abspielfehler erzwingen. Eine andere Herangehensweise als Mitspielerkollege Joss noch zuvor. Unsere Defensive wurde weiterhin gefordert. Unser Mannschaftkapitän musste seine eigenen Ausflüge unterbinden, um der eigenen Stabilität die höchste Priorität zu zollen. „Lauri, hier hinten klare Dinger spielen. Drei Minuten vor Ende brauchen wir nicht mehr schön spielen, sondern nur noch Ergebnis orientiert.“ ermutigte der JSG-Coach seinen Spieler auch mal lange Bälle zu schlagen und sauber zu klären. Die Zeit lief dem SVR davon. Aufreger gab es weiter: Unser Keeper konnte gleich zwei starke Klärungsaktionen verbuchen. Die Situationen clever eingeschätzt, verließ er den Strafraum, um die Bälle vor den Stürmern des SVR zu klären. Die Hausherren drängten auf den Ausgleich – Laurenz klärte auf der Linie für Jonas N, ein anderer Ball zischte am rechten Pfosten streichzart vorbei. Der Puls war hoch, die Spannung am Höhepunkt, der Finaleinzug zum Greifen nahe. Referee Jakob Meyfarth zeigte die Nachspielzeit per Fingerzeig an und rief für alle Spieler und Spielerinnen, Trainer, Betreuer und Fans laut hörbar: „Drei Minuten Nachspielzeit ab jetzt!“ Weitere drei Minuten Halbfinalspannung, drei Minuten des Zitterns, des Mitfieberns und Konzentriert-Sein. Gefühlt waren dies die längsten 180 Sekunden, die ein JSG-Spieler je erlebte. Auch diese Zeit konnten wir verteidigungssicher überstehen und konnten vereinzelt noch Entlastungsszenen einstreuen.
Ein Pfiff ertönte – mit ihm folgten großer Jubel, Platzsturm der Rotationsbank, viel Erleichterung und einige Freudentränen.
Der Traum vom Finale „dahoam“ – am Montag, dem 20.04.2026 um 19:06 Uhr – Realität geworden! Unfassbar.
Im Ausklang des Spiels klatschten wir respektvoll mit unseren Gastgebern ab und sprachen viel Lob für einen starken Pokalfight aus. Und dann waren wir ganz nah an unseren Fans – Danke für eure Unterstützung.
Wir.Gemeinsam.Für den Kinderfußball
Und das erste Mal in einem Pokalfinale
